Letzte Beiträge

Und los geht’s!

Alenka on Pirhohy Mission

Alenka on Pirhohy Mission

Eigentlich wollte ich schon vor Wochen eine Ankündigung schreiben, aber irgendwie ist mir die Zeit davon gelaufen. Jetzt bin ich schon mitten drinnen, in der Freiheit! Jawohl! 1 Jahr Freiheit gönne ich mir! In diesem Jahr kann ich mich nun ganz auf meine kulinarischen Interessen konzentrieren. Aber nicht nur die Kulinarik, sondern auch das Reisen und Sprachen waren seit jeher Steckenpferde von mir, denen ich jetzt frönen werde.

Damit aber meine Erlebnisse nicht verpuffen, werde ich ab 11. März 14tägig unter dem Blog „Biancas lukullische Reisen“ auf derstandard.at/lifestyle berichten. Parallel bin ich natürlich auch auf meinem eigenen Blog zu finden und werde über Rezepte und Neuigkeiten schreiben.  Weiterlesen

Billy ist bei mir eingezogen.

Letztes Wochenende ist Billy bei mir eingezogen und hat mich eine Woche in Chaos leben lassen. Lange habe ich für diese Entscheidung gebraucht, noch länger, sie auch tatsächlich umzusetzen, aber im neuen Jahr war es nun endlich soweit. Ich habe ihn mit dem Auto abgeholt und in die Wohnung geschleppt.

Grundsatzentscheidungen musste ich jetzt treffen, denn Billy ist zu dünn und hat nicht Platz für Mappen oder Ähnliches, daher war das Chaos in allen Räumen zu finden. Weiterlesen

Das Making Of zum Kochbuch: Zu Gast in der geheimen Schnatterei

Einen kleinen Einblick wie mein Kochbuch entstanden ist, bietet das folgende Video.  Speziell an der Entstehung des Kochbuchs „Zu Gast in der geheimen Schnatterei“ ist, dass die jeweiligen Menüs immer bei den Gastgebern gekocht  und die lokalen Gegebenheiten in der Küche und im Wohnraum berücksichtigt wurden.

Für jedes Menüs wurden alle Zutaten und Requisiten mit viel Hirnschmalz vorab von mir zusammengepackt und zu den Gastgebern gebracht. Ein Drehtag für ein Kapitel, d.h. 1 Menü, hat typischerweise 14-16 Stunden gedauert. Über 1.000 Fotos wurden pro Menü verschossen und das Food Styling bereits vorab überlegt, aber an die zur Verfügung stehenden Oberflächen angepasst.

Eine intensive und spannende Zeit hatten wir! Viel Spaß mit dem Video, das von Robert Derflinger (mowslide) produziert wurde.

http://www.geheimeschnatterei.at

Die Zeit zwischen Festtagsbraten und Fonduesaucen.

Kaum sind die Christbaumhagerln überall im Wohnzimmer verstreut, der Zucker auf den Hüften gelandet und die letzten Reste von der Weihnachtsjause fast verputzt, beginnt – meiner Meinung nach – die außergewöhnlichste Zeit des Jahres – nämlich die Zeit dazwischen. Die im Radio als die schönste Zeit des Jahres beschrieben, ist ja schon wieder vorbei, Geschenke ausgepackt, Lieder gesunden, Kerzen ausgeblasen. Jetzt heißt es, das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Vorsätze vom letzten Jahr eingehalten, Wünsche erfüllt? Mit einem Wort: mit sich selber abrechnen. Ach, wie anstrengend! Weiterlesen

Grün für Entspannung.


Es ist soweit, kurz vor Weihnachten schalte ich bereits von Rot auf Grün und begebe mich in den Entspannungsmodus. Ich bin faul. Jede aufmerksame Leserin oder jeder aufmerksame Leser wird es bemerkt haben. 14 Tage habe ich für einen neuen Blog-Eintrag gebraucht. Aber das ist jetzt auch gelogen, denn in den letzten 14 Tagen war ich Hochrot unterwegs und von Entspannung war keine Rede. Jetzt, nach letzter Woche, sind aber quasi alle Projekte abgeschlossen. So kurz vor Weihnachten muss ich nur noch Leute motivieren, mein Buch als Weihnachtsgeschenk oder für sich selber zu kaufen. Apropos, habt ihr zufällig die tolle Rezension im A la Carte Magazin vom Chefredakteur Christian Grünwald gelesen? Das hat mich wirklich sehr gefreut und ist ein schöner Erfolg! (Ist auf meiner Homepage unter Getratschtes zu finden http://www.geheimeschnatterei.at.)

Nächste Woche kann ich gelassen mein Tanzbein auf der Weihnachtsfeier schwingen und mich am Buffet laben und mein Weinglas nicht leer werden lassen. Und das ganze schon in Vorfreude auf Hotel Mama, in dem mich in Kürze verwöhnen lassen werde. Meine Mama liest meinen Blog eher selten 😉 und daher kann ich das so schreiben.

Eines sag ich euch: faul bin ich. Küchenfaul hoch drei. Das ganze Wochenende habe ich kaum etwas gekocht und mich eher mit dem Aufräumen meiner Wohnung beschäftigt und einen ganzen Tag gewellnest. Als Vorbereitung dazu, hat meine Begleitung quasi als Überraschung für unsere kulinarische Verpflegung gesorgt. Sehr lecker! Mein Beitrag bestand lediglich in geschälten Karotten.

Aber eines habe ich mir schon gegönnt:  ein tolles Dinkelbrot. Unbedingt ausprobieren! Meine Lieblingsfrühstückskombi ist sehr puristisch und besteht aus frischem Brot mit Butter und einem Kaffee Americano – also doppelter schwarzer Verlängerter. Mmmh! Man gönnt sich ja sonst nichts!

Frühstücksjubel

Frühstücksjubel

Zutaten für eine Kastenform (ca. 1,5 kg)

700 g Dinkelvollkornmehl
300 g Roggenvollkornmehl
2 Pkg. Germ
1 Pkg. Bio-Sauerteigextrakt (kann man auch weglassen)
1 EL Koriandersamen
1 EL Fenchelsamen
4 EL Sonnenblumenkerne
2 TL Salz

Zubereitung

  1. Mehl mit Germ, Sauerteigextrakt, Sonnenblumenkerne Salz und Gewürzen gut vermischen.
  2. 700 ml lauwarmes Wasser dazu geben und gut durchkneten.
  3. Teig mit Mehl bestauben und mit einem Geschirrtuch zudecken. Circa 1-2 Stunden stehen lassen.
  4. Teig nochmals durchkneten und in eine mit Backpapierausgelegte Kastenform geben.
  5. Teig in den kalten Backofen stellen und bei 180° circa 80 Minuten backen lassen. Wichtig: Eine Schale Wasser in den Backofen stellen.

Meine Nudelmaschine ist 1 geworden! Und wir feiern mit.

Diese Woche ist meine Nudelmaschine 1 Jahr alt geworden.*) Ich habe sie letztes Jahr zum Geburtstag von Freunden geschenkt bekommt und was bietet sich daher an, wenn man gleichzeitig Geburtstag hat: natürlich gemeinsam zu feiern! Daher habe ich meine und die Freunde der Nudelmaschine in den Kochklub eingeladen.

Nach dem ganzen Trubel und Organisationsaufwand für die Buchpräsentationen der letzten Wochen habe ich versucht, den Organisationsaufwand so klein wie möglich zu halten. Am Vorabend habe ich meine Nudelmaschine sowie ausreichend Sprudel und Wein in meinen James gepackt und mir folgende drei Rezepte gesucht:

Türkische Manti mit Joghurt,
Polnische Pierogi mit Sauerkraut und
Ravioli mit Ziegenkäse.

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Begonnen hat der Abend mit einem Apertif, zu dem die Spanienexpertin Sylvia eine wirklich super Tortilla zubereitet hat. Vor Ort haben wir gleich noch ein paar Happen mit Ziegenkäse vorbereitet, Oliven ausgepackt und schon wurde die erste Sprudelflasche für unseren Geburtstag geöffnet.

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Die Gäste sind langsam mit Kochschürze eingetrudelt und waren über meine Speisenauswahl etwas überrascht, aber immer nur italienische Nudeln zu machen, langweilt mich. Seit Ewigkeiten, nämlich seit meinem ersten Besuch in Krakau, bei dem ich täglich Pierogi gegessen habe, wollte ich Pierogis mal selber ausprobieren. Knapp ein Jahrzehnt hat es also gedauert, dass ich endlich den richtigen Anlass dafür gefunden habe.

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Call me Kasnudel! Eigentlich folgen die Pierogis dem gleichen Prinzip wie die Kärntner Kasnudeln oder Ravioli, denn sie werden mit unterschiedlichen Füllungen fabriziert. Ich habe mich für Sauerkraut entschieden, da die türkischen Manti schon mit Fleisch gefüllt wurden. Der Teig für die Pierogi ist sehr geschmeidig geworden und die Pierogi-Gruppe kann wirklich stolz auf sich sein, denn die Teile haben wirklich toll ausgesehen und hervorragend geschmeckt.

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Keines der drei Rezepte, die ich aus anderen Kochbücher genommen habe, hat wirklich von der Menge und den Zubereitungsschritten gepasst. Interessant, wenn man selber gerade ein Kochbuch geschrieben hat und auch fast alle Anwesenden als Qualitätsköche/innen meines Kochbuches mitgewirkt haben und nun auf Fehler sensibilisiert sind. Wir haben nur den Kopf geschüttelt – wissend, dass die Qualitätssicherung in jedem Kochbuch durchgeführt werden sollte.

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Stellvertretend für die drei Speisen, hier also das Pierogi-Rezept. Aber auch die anderen beiden Speisen haben hervorragend geschmeckt!

Pierogi mit Sauerkraut

Zutaten für ca. 4-6 Portionen

Teig
300 g griffiges Mehl
1 Ei
½ TL Salz
1/8 – ¼ l Wasser

Füllung
80 g gewürfelter Speck (kann auch weggelassen werden)
100 g Zwiebel
400 g Sauerkraut

Sonstige Zutaten
2 EL Butter
1 Eiweiß
½ Bund Petersilie
Salz, Pfeffer
Sonnenblumenöl

Zubereitung

  1. Für den Nudelteig die trockenen Zutaten vermischen und das Wasser langsam zugießen, bis ein kompakter Teig entstanden ist. Der Teig soll nicht mehr auf der Arbeitsfläche kleben bleiben. Das Wasser also nicht auf einmal, sondern schön langsam zugießen.
  2. Wichtig: der Teig für die Nudelmaschine muss so „trocken“ sein, dass er nicht in der Maschine kleben bleibt. Wenn er zu klebrig ist, einfach noch Mehl dazu geben.
  3. Teig in eine Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank ca. 1 Stunde stehen lassen.
  4. Für die Fülle die Zwiebel fein hacken und in einer Pfanne mit 2 EL Öl goldig anbraten. Sauerkraut mit 100 ml Wasser darin ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  5. Weichgekochtes Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen und fein schneiden. Speck darunter mischen und pfeffern.
  6. Für die Pierogi den Teig sehr dünn ausrollen (ca. Stufe 7-8) und runde Kreise mit einem Durchmesser von 7 cm ausstechen. D.h. man beginnt beim Ausrollen mit einer sehr dicken Stufe (0) und wird immer dünner. Tipp: Wenn der Teig noch nicht geschmeidig genug ist, einfach zusammen klappen und nochmals durch die gleiche Stufe durchlaufen lassen.
  7. Die Ränder der Kreise mit Eiweiß bestreichen und ca. ½ EL Fülle in die Mitte eines jeden Kreises setzen und zu Halbmonden zusammen klappen und mit die Ränder fest zusammen drücken.
  8. Einen Topf mit Salzwasser erhitzen und die Pierogi Portionsweise einlegen, bis sie an die Wasseroberfläche steigen und dann noch ca. 3-5 Minuten kochen lassen.
  9. Die fertigen Pierogis mit warm Wasser in einem Sieb abspülen und in eine Auflaufform mit 2 EL Butter geben und bei 100° im Backofen warmhalten. (Am Besten aber sofort servieren!)
  10. Petersilie hacken und die fertigen Pierogis mit Petersilie bestreut servieren.
fertige Pierogis

fertige Pierogis

*) Wie alt sie wirklich ist, weiß ich leider gar nicht. Alle ihre Stationen von der Produktion über Lager, Großhandel, Einzelhandel, bis sie zu mir gefunden hat, kenne ich nicht. Aber seit knapp mehr als einem Jahr haben wir zusammen gefunden und daher behaupte ich einfach, dass sie 1 geworden ist. Aber sie ist ohnehin ein klassisch zeitloses Modell.

Alex Keaton kommt nach Wien und isst mit mir eine Susi-Torte.

4 Buchvorstellung und quasi eine kleine Welttournee durch Österreich – Wien – Linz – Tragwein haben mein Supportteam, bestehend aus meiner Familie, „local support“ von Freundinnen und ich bravourös gemeistert. Für Alle, die nicht dabei waren. Schade für euch! Denn uns hat es wirklich gut gefallen und wir haben interessante Erkenntnisse beim Speck- und Trinkverhalten der Gäste erlangt.

Letzten Donnerstag hat es opulent begonnen. Im wunderschönen Ledertaschen-Geschäft von Angelika im TANKAI vienna (Berggasse 14) haben sich mehr als 60 Gäste sehr wohl gefühlt und nach der Buchpräsentation mit Bernd Matschedolnig von Radio Wien alle Weinflaschen geleert und viele Häppchen mit Weideschweinspeck und meinen Aufstrichen sowie Süßes genossen. Kein Wunder, denn das Geschäftslokal mit den tollen Taschen und Accessoires lädt wirklich zum Verweilen ein. Wer es noch nicht kennt, einfach mal vorbei schauen (www.tankai.at).

Am Freitag ging es gleich weiter nach Linz in den Kepler Salon. Dieser Abend hat uns wohl am meisten überrascht. Knapp 90 Gäste haben den Weg zur Präsentation gefunden und die Stühle sind zu knapp geworden. Ein wirklich toller Abend, der von Yvonne Schwarzinger, einer Journalistin von Welt der Frau, moderiert wurde. Apropos, in der Dezemberausgabe der Welt der Frau ist ein 6seitiger Artikel über mich und das Dezembermenü zu finden. 😉 Viele Bücher signiert und über Gesichter gefreut, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Auch meine Nichten mussten als Local-Support ordentlich zulangen und die Gäste mit Wein & Wasser versorgen. Der St. Laurent von Zantho hat wir ausgezeichnet geschmeckt und ich hätte gern noch mehr getrunken.

Am Samstag quasi ein Heimspiel in Tragwein. Wir, schön langsam schwächelnd, haben trotzdem wieder unser Bestes gegeben und Yvonne hat nochmals durch den Abend geführt. Interessierte Gäste, die sich gleich selber als Gastgeberinnen bei mir gemeldet haben, waren ein schönes Erlebnis. Viel Familie und Menschen, die mich schon seit meiner Kindheit kennen, haben diese Präsentation besonders gemacht. Als Abschluss haben wir im engsten Support-Team nochmals auf unser gutes Teamwork angestoßen und etwas über unseren Durst getrunken, um uns am nächsten Tag darüber beschweren zu können.

Fein war es! Meine erste Quasi-Tournee! Vielen Dank an Family & Friends für die Unterstützung! Laschi war erfolgreiche Schatzmeisterin!

Als Abschluss waren wir am Sonntag noch in St. Thomas am Blasenstein im Gasthaus Ahorner hervorragend Mittag gegessen. Am Abend haben wir noch den Bratwürstelsonntag gefeiert und tolle Weideschwein-Bratwürstel genossen. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen – nicht wahr?

Am Montag um 5 Uhr in der Früh wieder auf, um mich auf den Weg nach Wien zu machen. Der Zug allerdings 50 Minuten verspätet und daher bin ich etwas zerstört in der Arbeit angekommen. Am Abend denk ich mir, da geh ich bald ins Bett. Aber Alex Keaton macht mir überraschend einen Strich durch die Rechnung. Denn wenn so hoher Besuch einmal nach Wien angereist kommt, kann ich ja nicht einfach schlafen und auch mit dem guten Vorsatz, einmal keinen Wein zu trinken, wird leider nichts. Ich tricks mich selber aus und schlage Keaton ein Lokal vor, in dem es den Heideboden vom Weingut Lunzer gibt. Und weil die Lunzers meine Freunde sind, muss ich sie ja wohl unterstützen und ein Glaserl auf ihr Wohl trinken. Am Weg dorthin bleiben wir noch kurz im TANKAI vienna stehen und Keaton schlägt bei einer Tasche zu. Nachdem wir ein paar Gläser Wein und was Leichtes gegessen haben, breche ich den letzten guten Vorsatz und wir bestellen uns sogar noch eine sündige Susi-Torte. Mitternachts zu Hause schließe ich dann beschwipst meine Äuglein. Ein feiner Abend war es!

Das Rezept für meinen Kürbis-Aufstrich gibt es dann beim Nächsten mal. Der Eintrag mir jetzt schon zu lange… 😉