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Quinoa-Grenadiermarsch

Anton kritisiert Thank God, it’s Friday! #4

Diese Woche meinte Anton zu mir, dass er keine Leute mag, die nur fürs Wochenende leben. Daher findet er auch den Titel meiner wöchentlichen Kolumne nicht gut. Natürlich fühle ich mich von dieser Kritik gar nicht angesprochen, denn Freizeittechnisch kann ich mir auch während der Woche nichts vorwerfen. Im Gegenteil, ich stimme Anton inhaltlich zu, finde aber trotzdem, dass der Freitag ein besonderer Tag ist! Mein Bauch sagt mir das gleich in der Früh… der freut sich überhaupt schon sehr auf die französische Käseverkostung bei Anna und Tibot am Freitagabend. Am Samstag wird wieder am Hannovermarkt Gemüse und Fleisch eingekauft. Erster Fototag für das Kochbuch steht bevor. Daher ist das Gemüsekisterl schon ziemlich leer geräumt, aber das macht kreativ und daher meine Interpretation des freitäglichen Grenadiermarsches: Quinoa mit gegrillten Paprika, Mais und Parmesan. Zutaten (2 Personen): 200 g Quinoa 50 g Parmesan ganz 4 Paprika 1-2 Maiskolben 3 Frühlingszwiebel 1 Bio-Zitrone 3 EL Koriander Olivenöl Salz, Pfeffer Zubereitung: Backofen auf 200° vorheizen. Paprika entkernen und halbieren. Maiskolben von den Blättern und Fäden befreien. Beides etwas salzen und …

Pack die Badehose ein!

Das habe ich bisher verheimlicht: meine Nichte ist nicht weniger Essensfokussiert als ich. Eine Ähnlichkeit, die insbesondere meiner Familie auffällt, in der es im Kindesalter auch Kostverächterinnen (= Johanna’s Mama) gegeben hat. Daher die erste Frage in der Früh an mich: „Und was essen wir im Bad?“

Sommer im Mund! Oh, du rote Sommerwucht…

Egal, ich reg mich nicht mehr auf und verlier über das Wetter kein Wort mehr. Es langweilt ja auch. Positiv wie ich bin, glaube ich ja ohnehin daran, dass es bald längere Zeit so richtig heiß werden wird. Und viel wichtiger als Badewetter ist ohnehin die tolle Auswahl an heimischen Gemüse und Obst im Sommer für mich. Insbesondere die Geschmackszunahme bei den Tomaten ist ein wahrer Hit! Jeder weiß um die geschmackliche Erbärmlichkeit von Tomaten in Winter Bescheid und kein anderes Gemüse fällt mir ad hoc ein, das sich geschmacklich in dem Ausmaß steigert. Wäre ich zu Hause bei meiner Familie, dann würde ich die Tomaten vom Garten essen. Denn seit ein paar Jahren scheint die Tomatenzucht eine Männerdomäne zu sein. Mein Schwager ist dabei keine Ausnahme. Er sammelt bereits im Winter die leeren Joghurtbecher, um im Frühling die ganze Familie mit zarten Tomatenpflänzchen verschiedenster Art rechtzeitig zu versorgen. Rot, orange, schwarz, rund, oval, klein, groß… alle Stücke spielt meines Schwagers‘ Aufzucht. Auch in Wien wird mir in diversen Gärten und auf Terrassen die Tomatenernte …

Power Lunch Gegrillte Melanzani

The sun is back and I powernap!

Das ganze Schimpfen und Fluchen der letzten Tage scheint genützt zu haben. Endlich ist sie wieder da! Die Sonne! Der ganze Tag fühlt sich dadurch viel besser an und erleichtert mir das Leben. In der Mittagspause ist wieder ein kurzer Power Nap im Park möglich. Wie fein ist denn das bitte? und nachher starte ich wieder mit viel mehr Energie in den Nachmittag und bin auch gut ausgeruht für das Abendvergnügen. Vorher noch ein leichtes Mittagessen, das den Schlaf nicht stört. Heute in der Früh nach dem Laufen kurz in die Pfanne geworfen, hier mein heutiges, leckeres Nicht-Rezept zum Nachkochen: Gegrillte Melanzani mit Tahina-Joghurt und Ribiseln Zutaten (2 Personen): 2 Melanzani 150 g Wildreismischung (Spar) 1 Joghurt 2 EL Tahina 1 Knoblauchzehe ½ Zitrone Basilikum 1 Handvoll Ribiseln Salz, Pfeffer Olivenöl Zubereitung: Reis mit doppelter Menge heißem Wasser und Prise Salz aufkochen und dann weitere 30 Minuten köcheln lassen. Melanzani in 0,5-1 cm dicke Scheiben schneiden. Etwas einsalzen und in ein Sieb geben, damit sie abtropfen können. Morgentoilette. Joghurt und Tahina mit Knoblauchzehe, Zitronensaft, Prise Salz und Pfeffer …

Gratiniertes Gemüse mit grüner Tahinasauce

Anton denkt mit und fragt schlau.

Der Anton denkt mit, denn er fragt nach meinem Beitrag zu Thank God, it’s Friday: Was tun, wenn Focaccia alt ist? Das nenne ich nachhaltig schlau. Anton hat Recht, Focaccia, da mit Germ gemacht, schmeckt am besten direkt aus dem Backroht. Nach einem Tag kann man es noch gut im Toaster oder im Backrohr grillen, um beispielsweise Crostini zu machen. 2 Tage später schmeckt es dann leider nicht mehr gut. Daher, angeregt durch Anton’s Frage, habe ich mir überlegt, wie man die Überreste noch weiter verwenden kann. Mein Vorschlag für Anton ist: Gratiniertes Gemüse mit grüner Tahinasauce Zutaten (2 Personen): 3 Paprika oder kleine Zucchini 3 große Tomaten 100 g Rindsfaschiertes 100 – 200 g alte Focaccia oder Weißbrot 1 Zwiebel 2 Knoblauchzehen 1-2 TL gemahlener Kreuzkümmel 1 TL Paprikapulver edelsüß 1 EL Pinienkerne 100 g Schafskäse oder Mozarella 15 schwarze, wenn möglich schrumpelige, Oliven 1/2 B. Petersilie Sauce: 50 ml Tahina Paste 50 ml Wasser 30 ml Limettensaft ½ B. Petersilie 1 Knoblauchzehen 1 Prisen Salz Pfeffer Zubereitung: In einer Pfanne ohne Zugabe von Fett Pinienkerne …

Bin ich froh, dass es die Karin gibt!

Karin ist unter anderem Köchin und nimmt sich nicht nur Zeit, übers Kochen zu reden, sondern bekocht auch mit großer Leidenschaft ihre Freunde. Erst durch eine dieser Bekochungen bin ich wieder auf den Geschmack von Goldhirse gekommen. Denn vor ewig langer Zeit, Anfang der 90er Jahre, als es die Goldhirse in die österreichische Küche geschafft hat, habe ich einen Kochkurs auf der Volkshochschule dazu besucht. Rückblickend denke ich, dass ich durch den Kurs wohl eine Überdosis bekommen habe. Denn Jahrzehntelang habe ich mich danach geweigert, Hirse zu essen oder zu verkochen. Karin sei Dank!, hat sie mich bekehrt, mich in die reichhaltige Zubereitung von Hirse wieder eingeführt. Hirse schmeckt nämlich nicht nur gut, sondern kann als Schönheitselixier eingesetzt werden. Es hat einen hohen Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen, die sich äußerst positiv auf die Schönheit der Haare und Fingernägel auswirkt und für ein gesundes Hautbild sorgt. Kein Wunder also, dass Karin so gut aussieht! Und bei mir sieht man auch schön langsam eine Verbesserung. Mein Rezeptvorschlag für viele Schönheiten weltweit bzw. für heute, ist daher ein Hirsesalat …

Mut-zur-Lücke-Quinoa-Salat

Mein Motto: Mut zur Lücke!

Das denk ich mir oft, beim Kochen oder aber auch wenn ich auf Urlaub bin. Denn ich brauche weder die x-te Kirchen oder den x-ten Temple, noch die größte einbeinige Pferdestatue aus Bronze stehend auf dem größten Hügel einer europäischen Stadt sehen. Da beweise ich großzügig Mut zur Lücke. Denn ich weiß, das macht mich nicht glücklicher. Beim Reden übers Kochen habe ich oft das Gefühl, dass Leute, die selten kochen, sich von der Zutatenmenge und den Zubereitungsschritten abschrecken lassen. Daher mein Appell an ALLE: beweist auch in der Küche Mut zur Lücke! Rezepte sind ja lediglich ein Kombinationsvorschlag von Zutaten, die sich endlos kombinieren lassen. Durch Zufall entstehen die besten neuen Kreationen. Findet ihr nicht? In diesem Sinne ist auch mein heutiger Rezeptvorschlag zu sehen: Quinoasalat mit gegrilltem Paprika, gerösteten Haselnüssen und Feta Alle Zutaten, die meiner Meinung nach essenziell sind, werde ich bei diesem Rezept mit einem *) versehen. Den Rest oder andere Zutaten einfach nach Vorrat und Lust kombinieren. Eines ist jedoch sicher, dass Quinoa nicht weggelassen werden kann. Falls ihr es nicht …

Oh-du-mein-lieber-Speck!

Wie die Made im Speck.

Ja, so fühlt es sich an, wenn ich zu meinen Eltern nach Hause komme. Bevor ich in den Zug steige, rufe ich noch kurz zu Hause an, um nachzufragen, ob der freitägliche Gang in den Bauernmarkt auch tatsächlich stattgefunden hat. Dort werden Speck und Bauernbrot eingekauft. Zu Hause angekommen, gibt es dann als Begrüßung keinen Aperitif, aber dafür eine schöne Speckjause ohne die, der Freitag zu Hause kein Freitag wäre. Eine gute Tradition. Im Sommer gibt es zur normalen Speckjause aber noch eine Steigerung: den abgebrannten Blattsalat. Denn endlich gibt es grünen Salat zu kaufen, der auch wirklich Eigengeschmack hat. Ein Sommerrezept, das einfach ist, aber extrem gut schmeckt! Zutaten: 1 Häupl grünen Salat 2 Scheiben durchzogenen Speck 1-2 Eier Salz 1 Prise Zucker Essig 0,5 Bund Schnittlauch Zubereitung: Eier hart kochen, schälen und klein schneiden Salat waschen und trocken schleudern. Speck in kleine Würfeln schneiden und in einer Pfanne knusprig braten Schnittlauch fein schneiden. Über den Salat etwas Salz, eine Prise Zucker geben und mit heißem Speck übergießen. Etwas Essig mit ein paar Tropfen …

Rindsuppe - Retter in der Not!

Mama richtet uns den Magen ein und löscht den Brand.

Die ganze Familie, außer Papa und Mama, sind vom Brand betroffen. Die Queen Mum war ja nur der Anfang. Kulinarisch ging es weiter beim Geburtstagsfest meiner Schwester mit einem eingesurten Spanferkel und einer offenen Bar. Viel Zwickelbier aus der Freistädter Brauerei, unüberschaubare Mengen an Wein und anderen Flüssigkeiten wurden uns angeboten. Zu guter Letzt noch ein Süßspeisenbuffet, von dem ich gerne ein anderes Mal erzählen werde. Kurz und gut: keiner musste darben. Nun ja, Mama kennt uns ja schon länger und hat mit der richtigen Medizin für den Tag danach vorgesorgt: Rindsuppe mit Nudeln Suppen an sich, eignen sich ideal für den Tag danach, da der gesteigerte Flüssigkeitsbedarf nach Alkoholkonsum wieder gedeckt wird. Das Salz in der Suppe gibt uns die notwendigen Elektrolyte zurück, die beim Tanzen rausgeschwitzt wurden. Dazu noch ein Glas frisches Leitungswasser und der osmotische Druck in den Zellen ist wieder im Lot! Zutaten für 4 Personen: 700 g Rindfleisch frisch 4 Karotten 1 Zwiebel ½ Sellerieknolle 1-2 Lorbeerblatt Salz 8 Pfefferkörner 2 l Wasser falls vorhanden: frische Petersilie und Schnittlauch Zubreitung: …

Mehr Eiweiß am Teller. Weniger Speck auf der Hüfte.

Die Hitze lässt uns schwitzen, die Hüllen fallen und macht das Hüftgold besser sichtbar. Daher mein Tipp für das Mittagessen bei Temperaturen über 28°: Belugalinsen mit gegrillten Gemüse und Zitronendressing Belugalinsen mit gegrilltem Gemüse Ich gestehe, ich bin ein Fan von Hülsenfrüchten, denn besonders in Form von Linsen sind sie ein willkommener Eiweißspender für die Mittagspause (und generell), denn sie sind: Leicht verdaulich, schnell gekocht und gut für die Hüfte. Aber vor allem schmecken sie wirklich gut! Beluglinsen sind dabei mein Favorit, da sie keine Einweichzeit benötigen. Einfach ins kalte Wasser und los geht’s. Wichtig: unbedingt ins kalte Wasser geben und den al-dente-Punkt nicht übersehen! Sobald die Haut springt, schmecken sie nur noch halb so gut. Pro Person: 5-7 dag Belugalinsen (ca. 1 Espressotasse) 1 kl. Zucchini oder 10 Stück Champignons oder 2 Karotten 1-2 Stangen Sellerie (je nach Geschmack) 1-2 Jungzwiebeln Fetakäse nach Lust Olivenöl Zitronensaft Salz, Pfeffer Frische Kräuter, falls vorhanden Belugalinsen mit ca. 3facher Wassermenge zustellen und einmal aufkochen lassen. Dann ca. 18 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen bis sie al …