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Zu Gast in der geheimen Schnatterei! Das Buch. Neu!

Ich bin wieder sozial-kompatibler. Ganz ehrlich. Das Kochbuch hatte in meinem Leben einen so großen Stellenwert den ganzen  Sommer lang, dass ich nicht mehr sozial-kompatibel war. Mitte Oktober haben wir unser Werk vollendet und die Arbeit der Druckerei überlassen. Plötzliche Leere und Unverplantheit, ja fast Verlorenheit hat sich dann plötzlich breit gemacht. Wissend aber, dass die   P a r t y   kommen wird und damit auch ein anderer Aspekt des Kochbuches. Letzte Woche wurde das Kochbuch geliefert. Glücklich, unser Werk endlich in den Händen zu haben und gleichzeitig total ängstlich, dass ich Tippfehler im Buch entdecke. Unentspannt habe ich das Buch durchgeblättert und natürlich… sofort einen Fehler gefunden. (Ja, der Teufel schläft nicht.) Daher habe ich dann versucht, nur noch die Bilder durchzusehen und das Buch für zwei Tage weg gelegt. Und jetzt: Happiness! Ja, das Buch ist wirklich ganz wunderbar geworden und wir haben in der intensiven Zeit ein tolles Projekt realisiert. Wir sind stolz darauf! Danke an alle Mitwirkende! Insgesamt haben mehr als 50 Qualitätsköche die Rezepte nachgekocht, 17 Gastgeber ihre Wohnungen zur …

Mama sagt: „Deees ist dem Papa seine Aufgabe!“

Allerheiligen, oh Allerheiligen! In meiner Familie ist dieser katholische Feiertag immer schon ein Familientag gewesen. In der Kindheit von uns geliebt, weil wir ja getauft sind und daher auch von der Goli (= Taufpatin) mit Süßem und nützlichen Dingen beschenkt wurden. Außerdem ein wichtiger Saisonauftakt für die Herbst- und Wintermode, wo sich der Weg auf den Friedhof doch als idealer Laufsteg anbietet. Herrlich das Stehen, Betrachten und Flüstern an den Gräbern, wer wie, mit wem, doch sehr gealtert oder sehr schmal/dick geworden, gut oder schlecht gekleidet ans Grab kommt. Mein Tipp daher: am besten frühzeitig die Andacht verlassen oder völlig spritzen, um rechtzeitig zu Beginn des Defilees bereits am Grab Position bezogen zu haben.

Barrierefrei in den Winter!

Seit Monaten war mein Leben jetzt auf das Kochbuch ausgerichtet und meine Wohnung nicht barrierefrei – so meint jedenfalls Jürgen, als wir nach einem Ort für ein Treffen suchen. Als ich meine Wohnung vorschlage: Nein, meint er, das geht nicht, die ist ja nicht mehr barrierefrei! Okay, ich habe mich daran gewöhnt und die meiste Zeit ohnehin auf der Couch tippend verbracht. Wer braucht da noch viel Bewegungsraum? Aber Jürgen hat ja Recht, weil Unmengen an Lebensmitteln, Getränken und Requisiten für das Kochbuch in meiner Wohnung das Öffnen der Türen erschwert und die Fluchtwege tatsächlich verstellt haben. Jürgen, der Fotograf, der auch gleichzeitig meine Requisiten und alle anderen Kisten immer mit mir geschleppt hat und für den ich die Wohnungstür an die Wand pressen musste, damit er wirklich mit der Kiste durch die Tür kommt. Ja, da habe ich dann selber lachen müssen. Aber man gewöhnt sich an Alles! Augen zu, Augen auf… und man hat sich daran gewöhnt! Unser Kochbuchbaby ist aber letzten Freitag schon gedruckt worden und nun habe ich keine Ausrede mehr …

Jürgen sagt, seitdem er so viel fotografiert…

Jürgen sagt, seitdem er so viel fotografiert, macht er keine Schnappschüsse mehr. Das ist natürlich schade, denn Jürgen ist ein super Fotograf und wir arbeiten seit Wochen gemeinsam am Kochbuch „Zu Gast in der geheimen Schnatterei – kulinarische Erzählungen in 12 Menüs“. Das „härteste“ Wochenende mit drei Kochtagen am Stück hatten wir schon letztes Wochenende. Ja, und wie Jürgen das so sagt, realisiere ich, seitdem ich am Kochbuch arbeite, koche ich nicht mehr für mich. Derzeit ernähre ich mich hauptsächlich von Müsli, Schokolade und Käsebroten- viel Käse habe ich aus Frankreich mitgebracht, der nun auch gegessen werden muss. Und wie ich das so zu Jürgen gesagt habe, habe ich mir gedacht: „Na, das kann es ja dann wohl auch nicht sein.“ und habe mich diese Woche bemüht und gleich drei Mal etwas für mich gekocht. Lecker haben alle drei Gerichte geschmeckt und für euch habe ich folgende Speise fotografiert: Quinoa mit Hokkaidokürbis und Ziegenfrischkäse Hokkaidokürbis und der Käse sind vom Wochenende übrig geblieben und was für ein Zufall, eine Zitrone auch. Eine herrliche Kombination, die kalt und …

Ich frage mich, wie geht das zusammen: Kleine Kleidergrößen und ein wahnsinniges Angebot an guten Lebensmitteln?

Sonnige Grüße von der Côte d‘Azur! Ich verlängere gerade meinen Sommer und liege am Stadtstrand von Nizza. Nachdem am Donnerstag die Österreicher schon die Herbstjacken klar gemacht haben, sind dieses sonnige Wetter und das Meer in Nizza noch mehr und noch intensiver genießbar. Gestern an unserem ersten Tag haben wir den Kardinalfehler begangen und sind in der Früh gleich zum Monoprix, um Lebensmittel für den Brunch am Meer einzukaufen. Überwältigt vom Angebot und unseren großen Augen, haben wir nervös wirklich viel eingekauft und am Meer dann erregt unsere Einkäufe ausgepackt. Ergebnis: überessen! Qualitativ hochwertig, aber strategisch   g a n z   schlecht, wenn man nachher noch französische Mode einkaufen möchte, die kleiner geschnitten ist als bei uns. Daraus haben wir gelernt und heute Morgen nur ein ganz schmales Kaffeefrühstück zu uns genommen, bevor wir die Herbstausstattung erstanden haben. Zu bewundern sind wir damit ab Ende nächster Woche in Österreich. Der Herbst kann jetzt kommen, denn ich habe mir eine neue schicke rote Jacke gekauft. Heute sind wir erst nach dem Shoppen zum Monoprix und haben uns …

Ich entspreche dem Zeitgeist und genieße die Erntezeit!

Die Schule hat in Wien wieder begonnen, der Verkehr hat zugenommen und die Aggressionen sind – nach einer feinen Sommerpause – im Straßenverkehr wieder gestiegen. Warum? Weil die Leute gestresst sind von den überfüllten Straßen oder weil die Temperaturen merklich kälter werden und das Licht knapper? Alle Eltern von schulpflichtigen Kindern unter der zeitlichen Umstellung leiden? Alles in Allem, diese Faktoren tragen aktuell im öffentlichen Raum nicht zu Entspannung bei. In den Mühlviertler Höhen, wo ich letzte Woche noch war, ist noch Schulfrei und die Leute sind entspannt(er). Bei meinem Schwager „musste“ ich die gelb-rote Beute ernten, meinen Körper in den neuen Schwimmteich tauchen und mich 4 Tage durchgehend vom Tomatensalat ernähren. Ach, wie herrlich ist die Erntezeit! Tags davor habe ich noch dem Zeitgeist entsprochen und für die Eröffnung von Kleider machen Leute Cupcakes gemacht. Mir schmecken ja keine Cupcakes, bis auf meine Eigenen. 2006 habe ich das erste Mal aus Neugier so ein Mini-Cremetörtchen in London probiert und stehen lassen, weil mir die Creme so gar nicht geschmeckt hat. Wir haben nur den …

Nachrichten von unterwegs!

Ich bin dann mal fort! Endlich zur Hauptreisezeit gehe auch ich auf Urlaub. Am Montag haben wir uns im Augarten schon mit einem Augarten-Aperol auf den Urlaub eingestimmt und Radtaschen montiert. Heute schwinge ich mich auf mein Radpferd und strample von Maribor bis nach Triest und an die slowenische Rivera. Das bedeutet mir viel, da ich noch nie mit meinem Radpferd soweit gefahren bin. Erster Einkehrschwung ist gleich heute Abend in Maribor. Zugegebenermaßen ein durchaus riskanter Einkehrschwung, denn wir werden bei David im MaK zu Abend essen. Das Essen hervorragend, der Wein zu gut. Na, wir werden sehen, wie wir unseren Urlaubseinstand gebührend feiern werden. Nicht zu kurz, wie ich uns kenne. Am Wochenende durch das ganze Kochen und Organisieren fürs Kochbuch, ist dann am Sonntag der Herd – bis auf eine Eierspeise – kalt geblieben. Das geplante Salbeihenderl habe ich dann am Montag und Dienstag alleine essen müssen. Ich würde sagen, ein wirklicher Klassiker mein heutiges Rezept: Salbeihuhn mit Zitrone   Zutaten (2 Personen): 1 Hühnerbrust (ca. 250-300 g) 15 große Blätter Salbei 1 …

Dip von gegrillten Paprik und gerösteten Walnüssen

ein aufregendes, heißes Wochenende!

Am Wochenende hatten wir unseren ersten Foto- und Kochtermin fürs Kochbuch. Tolle Fotos wurden am Hannovermarkt und bei unserem Gastgeber Gerhard von Jürgen Pletterbauer geschossen. Gekocht wurde ein 4gängiges Sommermenü, das von 3 weiteren Gästen verkostet wurde. Lecker  war es und bald auch in Printversion folgendes Rezept: Dip von gegrillten Paprika und gerösteten Walnüsen Zutaten für den Dip: 3-4 rote Paprika 100 g Walnüsse 1 kleine Chileschote 1-2 Knoblauchzehen 3 Jungzwiebeln 1-2 EL Limettensaft ½-1 TL gemahlener Kreuzkümmel 1 TL Paprikapulver edelsüß Salz, Pfeffer 1 EL Olivenöl 2 EL frische Petersilie oder Koriandergrün Zubereitung: Backrohr auf 220° auf Heißluft oder Grillfunktion vorheizen. Paprika halbieren und entkernen. In einer Auflaufform mit Schnittfläche nach unten legen und im Rohr 15-20 Min. garen bis die Haut oben dunkel ist und Blasen wirft. Paprika in einen Gefrierbeutel geben und schließen. Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Jungzwiebel und Knoblauch klein schneiden. Chilischote entkernen und klein schneiden. Ausgekühlte Paprika mit einem kleinen Messer enthäuten. Alle Zutaten mit dem Pürierstab zu einer feinen Paste verarbeiten. Nach Bedarf salzen, pfeffern und Zitronensaft dazu …

Quinoa-Grenadiermarsch

Anton kritisiert Thank God, it’s Friday! #4

Diese Woche meinte Anton zu mir, dass er keine Leute mag, die nur fürs Wochenende leben. Daher findet er auch den Titel meiner wöchentlichen Kolumne nicht gut. Natürlich fühle ich mich von dieser Kritik gar nicht angesprochen, denn Freizeittechnisch kann ich mir auch während der Woche nichts vorwerfen. Im Gegenteil, ich stimme Anton inhaltlich zu, finde aber trotzdem, dass der Freitag ein besonderer Tag ist! Mein Bauch sagt mir das gleich in der Früh… der freut sich überhaupt schon sehr auf die französische Käseverkostung bei Anna und Tibot am Freitagabend. Am Samstag wird wieder am Hannovermarkt Gemüse und Fleisch eingekauft. Erster Fototag für das Kochbuch steht bevor. Daher ist das Gemüsekisterl schon ziemlich leer geräumt, aber das macht kreativ und daher meine Interpretation des freitäglichen Grenadiermarsches: Quinoa mit gegrillten Paprika, Mais und Parmesan. Zutaten (2 Personen): 200 g Quinoa 50 g Parmesan ganz 4 Paprika 1-2 Maiskolben 3 Frühlingszwiebel 1 Bio-Zitrone 3 EL Koriander Olivenöl Salz, Pfeffer Zubereitung: Backofen auf 200° vorheizen. Paprika entkernen und halbieren. Maiskolben von den Blättern und Fäden befreien. Beides etwas salzen und …

Marinierte Hühnerbrust mit asiatischem Gurkensalat

Urlaubspanik!

Letzte Woche kurze Panik bereits in der Früh. Ich komme vom Laufen in die Wohnung zurück und will mich startklar fürs Büro machen. Radio tot. Kurzer Blick in den Sicherungskasten und alles schein paletti zu sein. Ich denke mir noch, zum Glück habe ich eine Gastherme und stelle mich im Finstern unter die Dusche. Aber nix da, auch die Therme funktioniert mit Strom. Dann dachte ich mir, na zum Glück habe ich einen Gasofen und probiert, in einem Topf Wasser heiß zu machen. Nix da, auch für den automatischen Anzünder braucht man Strom. Feuerzeug gesucht, gefunden und dann heißes Wasser für eine afrikanische Dusche bekommen. Erfreut über meinen Erfolg, mich doch waschen zu können, kommen aber Zweifel in mir hoch. Wie lange dauert dieser Stromausfall? Mein Tiefkühler schreit leider seit ein paar Monaten nach einem Abtautermin, aber noch zu viele Zutaten warten zum Verzehr auf mich. In meiner Panik, dass ich, wenn ich am Abend von der Arbeit nach Hause komme, die Küche überschwemmt vorfinde, lege ich Teppiche vor den Tiefkühler. Das Ganze erinnert mich …