Autor: gibbiancafutter

Zu Gast in der geheimen Schnatterei! Das Buch. Neu!

Ich bin wieder sozial-kompatibler. Ganz ehrlich. Das Kochbuch hatte in meinem Leben einen so großen Stellenwert den ganzen  Sommer lang, dass ich nicht mehr sozial-kompatibel war. Mitte Oktober haben wir unser Werk vollendet und die Arbeit der Druckerei überlassen. Plötzliche Leere und Unverplantheit, ja fast Verlorenheit hat sich dann plötzlich breit gemacht. Wissend aber, dass die   P a r t y   kommen wird und damit auch ein anderer Aspekt des Kochbuches. Letzte Woche wurde das Kochbuch geliefert. Glücklich, unser Werk endlich in den Händen zu haben und gleichzeitig total ängstlich, dass ich Tippfehler im Buch entdecke. Unentspannt habe ich das Buch durchgeblättert und natürlich… sofort einen Fehler gefunden. (Ja, der Teufel schläft nicht.) Daher habe ich dann versucht, nur noch die Bilder durchzusehen und das Buch für zwei Tage weg gelegt. Und jetzt: Happiness! Ja, das Buch ist wirklich ganz wunderbar geworden und wir haben in der intensiven Zeit ein tolles Projekt realisiert. Wir sind stolz darauf! Danke an alle Mitwirkende! Insgesamt haben mehr als 50 Qualitätsköche die Rezepte nachgekocht, 17 Gastgeber ihre Wohnungen zur …

Laschi subsumiert: Wein- und Sportreisen sind Männersache.

Waren Laschi und ich im Sommer noch überrascht über den geringen Frauenanteil im Radtourismus, ist uns dieses Wochenende in Gols beim Martiniloben schnell klar geworden: auch Weinverkosten ist Männersache! Wie komisch ist denn das bitte, denken wir uns. Mit Männern gefüllte Kleinbusse aus ganz Österreich versammeln sich hier über das Wochenende. Je später die Stunde, desto gefährlicher aber das Weinverkosten für uns Exotinnen. Daher müssen wir Augenkontakt meiden und alkoholisiert-charmante Kontaktaufnahme großzügig überhören. Also nicht, dass wir so toll oder nicht offen und lustig wären, aber die rot eingefärbten Zähne und die dicken mit Grammelbogatscherln gefüllten Bäuche erscheinen uns zu gefährlich. Wir haben noch zu wenig verkostet, denken wir uns, um großzügig und gelassen bei derartigen Kontaktaufnahmen zu sein. Daher kehren wir zu späterer Stunde lieber in unseren sicheren Hafen bei Michaela und Gerhard Lunzer (Untere Hauptstraße 98, 7122 Gols) zurück. Da die Lunzer’s nicht mehr im Golser Bermudadreieck liegen, schaffen es nur ausgewählte Weinverkoster bis dorthin. Der diesjährige gelbe Muskateller ist mein Favorit und neben dem tollen Heideboden verspricht die Fassprobe des Merlots 2012 …

Mama sagt: „Deees ist dem Papa seine Aufgabe!“

Allerheiligen, oh Allerheiligen! In meiner Familie ist dieser katholische Feiertag immer schon ein Familientag gewesen. In der Kindheit von uns geliebt, weil wir ja getauft sind und daher auch von der Goli (= Taufpatin) mit Süßem und nützlichen Dingen beschenkt wurden. Außerdem ein wichtiger Saisonauftakt für die Herbst- und Wintermode, wo sich der Weg auf den Friedhof doch als idealer Laufsteg anbietet. Herrlich das Stehen, Betrachten und Flüstern an den Gräbern, wer wie, mit wem, doch sehr gealtert oder sehr schmal/dick geworden, gut oder schlecht gekleidet ans Grab kommt. Mein Tipp daher: am besten frühzeitig die Andacht verlassen oder völlig spritzen, um rechtzeitig zu Beginn des Defilees bereits am Grab Position bezogen zu haben.

Barrierefrei in den Winter!

Seit Monaten war mein Leben jetzt auf das Kochbuch ausgerichtet und meine Wohnung nicht barrierefrei – so meint jedenfalls Jürgen, als wir nach einem Ort für ein Treffen suchen. Als ich meine Wohnung vorschlage: Nein, meint er, das geht nicht, die ist ja nicht mehr barrierefrei! Okay, ich habe mich daran gewöhnt und die meiste Zeit ohnehin auf der Couch tippend verbracht. Wer braucht da noch viel Bewegungsraum? Aber Jürgen hat ja Recht, weil Unmengen an Lebensmitteln, Getränken und Requisiten für das Kochbuch in meiner Wohnung das Öffnen der Türen erschwert und die Fluchtwege tatsächlich verstellt haben. Jürgen, der Fotograf, der auch gleichzeitig meine Requisiten und alle anderen Kisten immer mit mir geschleppt hat und für den ich die Wohnungstür an die Wand pressen musste, damit er wirklich mit der Kiste durch die Tür kommt. Ja, da habe ich dann selber lachen müssen. Aber man gewöhnt sich an Alles! Augen zu, Augen auf… und man hat sich daran gewöhnt! Unser Kochbuchbaby ist aber letzten Freitag schon gedruckt worden und nun habe ich keine Ausrede mehr …

Lasst die Sau raus!

Das denk ich mir manchmal, dass ich die Sau raus lassen sollte, aber noch viel öfters bei Anderen. Und am Öftesten denke ich mir das natürlich im wirklichen Sinn: Lasst die Schweine raus! Schluss mit Massentierhaltung und tier- und menschenunwürdigen Zuchtbetrieben! Respekt und Achtung vor der Natur! Am Wochenende habe ich den Fleischhauer meines Vertrauens in Tragwein besucht – Christian. Gemeinsam haben wir uns durch seine großartigen Produkte vom Weideschwein durchgekostet: Schinken, Prosciutto, Salami, Bratfett, Stelzenschinken und natürlich SPECK. Sprachlos macht einem dieser hauchdünn geschnittene Speck. Als Speckexpertin traue ich mich daher zu behaupten: der beste Speck von Tragwein bis nach Texas. Christan meinte, ich hätte seine 3-Monatsproduktion aufgegessen, aber nein, so maßlos war ich dann doch nicht. 😉 Satt war ich, soviel schon. Gemeinsam haben wir Prosciutto eingesalzen, die Selchkammer inspiziert und dann, als wir in der Speckkammer gestanden sind, habe ich mich wirklich gefühlt wie die Made im Speck. Herrlich! Von jeder Wurst hätte ich am liebsten abgebissen. Am Sonntagvormittag haben wir dann gemeinsam Gerold in St. Marienkirchen besucht und beim netten, gemeinsamen …

Jürgen sagt, seitdem er so viel fotografiert…

Jürgen sagt, seitdem er so viel fotografiert, macht er keine Schnappschüsse mehr. Das ist natürlich schade, denn Jürgen ist ein super Fotograf und wir arbeiten seit Wochen gemeinsam am Kochbuch „Zu Gast in der geheimen Schnatterei – kulinarische Erzählungen in 12 Menüs“. Das „härteste“ Wochenende mit drei Kochtagen am Stück hatten wir schon letztes Wochenende. Ja, und wie Jürgen das so sagt, realisiere ich, seitdem ich am Kochbuch arbeite, koche ich nicht mehr für mich. Derzeit ernähre ich mich hauptsächlich von Müsli, Schokolade und Käsebroten- viel Käse habe ich aus Frankreich mitgebracht, der nun auch gegessen werden muss. Und wie ich das so zu Jürgen gesagt habe, habe ich mir gedacht: „Na, das kann es ja dann wohl auch nicht sein.“ und habe mich diese Woche bemüht und gleich drei Mal etwas für mich gekocht. Lecker haben alle drei Gerichte geschmeckt und für euch habe ich folgende Speise fotografiert: Quinoa mit Hokkaidokürbis und Ziegenfrischkäse Hokkaidokürbis und der Käse sind vom Wochenende übrig geblieben und was für ein Zufall, eine Zitrone auch. Eine herrliche Kombination, die kalt und …

Trüffel und Meer… was will ich mehr?

Nur kurz und ohne Rezept. Haben uns heute Mittag als gebührenden Abschluss 7 Gänge gegönnt – Thema: Trüffel. Im Moulin de Mougins. Sehr feines Essen und Mittags mehr als erschwinglich. (Nur der Autolärm – der ja überall an der Côte d’Azur präsent ist – stört ein wenig.) Mougins liegt etwas nördlich von Cannes, zwischen Cannes und Grasse. Hier ein paar Fotos von Essen, dass ich bis auf Weniges nicht nachkochen könnte… die Trüffel hobeln kann ich allerdings schon und besseres Brot backe ich auch! Aber sonst… Hut ab!

Ich frage mich, wie geht das zusammen: Kleine Kleidergrößen und ein wahnsinniges Angebot an guten Lebensmitteln?

Sonnige Grüße von der Côte d‘Azur! Ich verlängere gerade meinen Sommer und liege am Stadtstrand von Nizza. Nachdem am Donnerstag die Österreicher schon die Herbstjacken klar gemacht haben, sind dieses sonnige Wetter und das Meer in Nizza noch mehr und noch intensiver genießbar. Gestern an unserem ersten Tag haben wir den Kardinalfehler begangen und sind in der Früh gleich zum Monoprix, um Lebensmittel für den Brunch am Meer einzukaufen. Überwältigt vom Angebot und unseren großen Augen, haben wir nervös wirklich viel eingekauft und am Meer dann erregt unsere Einkäufe ausgepackt. Ergebnis: überessen! Qualitativ hochwertig, aber strategisch   g a n z   schlecht, wenn man nachher noch französische Mode einkaufen möchte, die kleiner geschnitten ist als bei uns. Daraus haben wir gelernt und heute Morgen nur ein ganz schmales Kaffeefrühstück zu uns genommen, bevor wir die Herbstausstattung erstanden haben. Zu bewundern sind wir damit ab Ende nächster Woche in Österreich. Der Herbst kann jetzt kommen, denn ich habe mir eine neue schicke rote Jacke gekauft. Heute sind wir erst nach dem Shoppen zum Monoprix und haben uns …

Ich entspreche dem Zeitgeist und genieße die Erntezeit!

Die Schule hat in Wien wieder begonnen, der Verkehr hat zugenommen und die Aggressionen sind – nach einer feinen Sommerpause – im Straßenverkehr wieder gestiegen. Warum? Weil die Leute gestresst sind von den überfüllten Straßen oder weil die Temperaturen merklich kälter werden und das Licht knapper? Alle Eltern von schulpflichtigen Kindern unter der zeitlichen Umstellung leiden? Alles in Allem, diese Faktoren tragen aktuell im öffentlichen Raum nicht zu Entspannung bei. In den Mühlviertler Höhen, wo ich letzte Woche noch war, ist noch Schulfrei und die Leute sind entspannt(er). Bei meinem Schwager „musste“ ich die gelb-rote Beute ernten, meinen Körper in den neuen Schwimmteich tauchen und mich 4 Tage durchgehend vom Tomatensalat ernähren. Ach, wie herrlich ist die Erntezeit! Tags davor habe ich noch dem Zeitgeist entsprochen und für die Eröffnung von Kleider machen Leute Cupcakes gemacht. Mir schmecken ja keine Cupcakes, bis auf meine Eigenen. 2006 habe ich das erste Mal aus Neugier so ein Mini-Cremetörtchen in London probiert und stehen lassen, weil mir die Creme so gar nicht geschmeckt hat. Wir haben nur den …

Ich meine, mir wird nicht fad.

Seit meiner Rückkehr aus dem Urlaub, habe ich bisher noch keine Zeit für einen neuen Beitrag gefunden. Nicht weil ich nicht koche oder faul oder untätig wäre, nein, sondern weil ich ständig mit meinem Kochbuch beschäftigt bin. Ich schreibe, organisiere und koche wie eine Wilde. Fad wird mir daher bis Mitte Oktober garantiert nicht werden. Aktuell sind 9 Menüs an 27 Nachkocher und –innen verteilt, Rückmeldungen sind teilweise schon eingetroffen und die fehlenden 3 Menüs bereits in Planung. Pro Monat gibt es ein Menü mit saisonalen Zutaten. Jedes Menü wird bei Gastgebern in Wien oder Linz gekocht und fotografiert. Jürgen, mein Fotograf, und ich packen daher jedes Mal die Zutaten, meine Props und die gesamte Fotoausrüstung von Jürgen ins Auto und düsen zu einem Gastgeber. Props, das sind meine Requisiten, also jene Teile, die wir fürs Fotografieren verwenden, d.h. hübsche Teller, kleine Schälchen, Gläser oder Servietten und Tischtücher. Danke an Alle, die bereits zum Fundus beigetragen haben. Wenn wir beim Gastgeber angekommen sind, dann beginnen hochkonzentrierte Stunden. Alle Zutaten werden verkocht, die Rezepte angepasst, das …