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Allerheiligen in Seoul: Beef Tatar und Rindsuppe auf koreanisch

Laut offiziellen Zahlen stellen die Christen (31 %) neben den Konfessionslosen die größte Glaubensgruppe in Südkorea. Trotzdem lässt Allerheiligen die Südkoreaner völlig kalt: kein Allerheiligenstriezel, kein Ausführen der neuesten Herbstmode am Friedhof, keine Familientreffen, und kein feiner Feiertag. Sung Yoon Kim, Lifestyle-Journalist mit Fokus auf Kulinarik bei der größten koreanischen Tageszeitung Chosun, verbringt Allerheiligen mit mir und erklärt ausführlich andere kulinarische Festlichkeiten, die in Korea gefeiert werden.

Seoul

Seoul

Unser gemeinsamer Tag beginnt herausfordernd mit einer Verkostung von Makkoli, Yakju und Soju, den alkoholischen Reisgetränken in Korea. Herr Dong Hwan Kim empfängt uns dazu im Bukchon Heritage Studio, wo Kleinstmengen auf höchstem Niveau auf traditionelle Art hergestellt werden und ich zu so früher Stunde bereits Reisbranntwein gut vertrage. Mehr dazu unter kalten, klaren Reis.

Zehrungsessen auf koreanisch und österreichisch: Rindsuppe

Zehrungsessen auf koreanisch und österreichisch: Rindsuppe

Aufgrund von Allerheiligen und als Tochter eines Bestattungsunternehmers interessieren mich besonders die koreanischen Rituale bei Sterbefällen. Ein wesentlicher Unterschied zu Österreich liegt in der Anzahl der geladenen Gäste. Die Gruppe der geladenen Gäste wird in Korea viel weiter gefasst und daher finden die Zusammenkünfte sowohl für Hochzeiten als auch bei Sterbefällen teilweise direkt in der Kirche statt. Das Catering gleich für die Kirche zu bestellen, anstatt für 500 Leute einen extra Saal samt Verpflegung zu ordern, kommt einfach auch billiger.

Erfährt man durch die Zeitung oder andere moderne Kommunikationsmittel zufällig, dass beispielsweise der Schwiegervater eines Geschäftspartners verstorben ist, meint Sung, ist man verpflichtet auch auf diese Trauerfeier zu gehen. Ist man aus einem wichtigen Grund verhindert, dann übermittelt man ein Geldkuvert über Boten.

Beim Zehrungsessen scheinen wir aber die gleiche Tradition zu haben. Zwar gibt es in Südkorea keine Biskuitschöberln oder Leberknödel, aber eine kräftigende Rindsuppe wird auch hier serviert. Mehr dazu gibt es http://derstandard.at/1381370757604/Allerheiligen-in-Seoul-Beef-Tatar-und-Rindsuppe-auf-koreanisch

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