Glosse & Posse, Reisen
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Vom Huddeln kommen die Kinder.

Bei uns sagt man, dass vom Huddeln die Kinder kommen. Eine nicht ganz jugendfreie Weisheit, die sich in einem übertragenen Sinn aber auf viele Alltagssituationen anwenden lässt. In diesem Beitrag geht es daher nicht um Schwangerschaft, sondern um Gewinn bzw. Verlust. Eine Hätti-i-war-i-Geschichte sozusagen ein Lehrstück, um euch durch meine Erfahrung beim Geld- und Zeitsparen zu helfen. Denn letzten Donnerstag habe ich sehr spontan beschlossen, Jan –  t h e  fisher man– bei der Fischauktion in Den Oever zu besuchen.

Spontan beschlossen, daher musste ich schnell meinen Kaffee austrinken, schnell duschen, schnell anziehen, schnell packen, schnell radeln und effizient mein Rad parken, um meinen Zug von Den Haag nach Amsterdam zu erreichen. Im ganzen Schnellsein war ich wunderbar effizient und habe mein Rad nicht im dafür vorgesehenen Radstall, sondern an eine Straßenlaterne nicht unweit vom Haupteingang des Bahnhofes geparkt. Hollandkenner werden hier vielleicht schon mitfühlend mitstöhnen. 😉

ich und mein Fiets!

ich und mein Fiets!

Ohne Rad ist man in Holland ja quasi kein oder nur ein halber Mensch. Fast 1,5 Nächte später, müde vom North Sea Jazz Festival kommend und schon in Vorfreude mit dem Rad vom Bahnhof nach Hause radeln zu können, ist genau mir das Unfassbare passiert. Eine Fata Morgana glaubt man zuerst, aber dann akzeptiert  man es langsam: das Rad ist weg.

Ein einfaches Leihrad stehlen? Nein, kaum möglich, oder vielleicht doch? Vielleicht doch woanders geparkt und im Huddeln drauf vergessen? Oder abgeschleppt, weil es im Parkverbot gestanden ist?
Parkverbot für Räder

Parkverbot für Räder

Ja, vom Huddeln kommen die Kinder, aber Räder verliert man dadurch. Und tatsächlich habe ich im Huddeln das Parkverbotsschild für Räder nicht gesehen bzw. nicht erkannt. Denn wo gibt es denn bitte ein Parkverbot für Räder in Österreich?

abgeschleppte Räder

abgeschleppte Räder

Dank Pia wurde das verloren gegangene Rad beim Rad-Depot für abgeschleppte Räder aufgespürt.

back on bike!

back on bike!

25 EUR Verwaltungsgebühren und betretene Gesichter der Beamten, als ich meine Unschuld beteuere. An den Gebühren ist nicht zu rütteln, aber dafür beschenken sie mich mit einer neuen Radabsperrkette, Schlüsselanhängern und einem Kugelschreiber.

Das freundliche Team des Rad-Depots!

Das freundliche Team des Rad-Depots!

Die Moral der Geschicht? Vom Huddeln verliere ich Räder und andere bekommen vielleicht Kinder! 😉

Die 25 EUR lassen sich in Den Haag außerdem entspannter und besser an einem  sonnigen Nachmittag beispielsweise in der Strandbar Buiten verbraten.

Strandbar Buiten @ Den Haag

Strandbar Buiten @ Den Haag

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1 Kommentar

  1. Pia sagt

    war spannend, das alles live mitzuerleben fuer eine den haager zuagraste! und buiten finde ich auch super! tot ziens in den haag!

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