Hauptspeisen, Reisen
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Kochweh bei Land unter.

Gestern, hier: Land unter bzw. kein Land in Sicht. Regen, Regen, Regen und nochmals Regen. An diesem Ostersonntag hat es laut Messungen in Lissabon mehr geregnet, als im ganzen Jänner des Vorjahres. Der Tejo hat allerhand Müll an Land gespült und ist auch heute noch bedrohlich hoch gefüllt. Bei der Fahrt durch den Alentejo haben wir aber gesehen, was der Regen bereits bewirkt hat: alles ist wirklich sagenhaft grün und der Frühling allgegenwärtig. Seht selber! Der Frühling steht quasi vor der Tür! Durchhalten im Schneegestöber!

Aber wie verbringt man so einen Regensonntag als Sprachschülerin? 

alentejo_bianca gusenbauer

zitronenbaum in evora

zitronenbaum in evora

Nachdem ich Anita am Flughafen abgesetzt habe und gehofft hatte, dass auch das schlechte Wetter mit ihr gemeinsam abreist, weil es schließlich erst mit ihrer Ankunft begonnen hat ;-), bin ich nach Hause gefahren und habe mich im Café Tati (Rua da Ribeira Nova 36, Lisboa) niedergelassen. Ein wirklich gemütliches und sympathisches Lokal, gleich ums Eck von Lisbon Calling, in dem alles sehr heimelig ist und auch die Kuchen selber gebacken werden. Und wie ich da so in Bar-Nähe sitze, den Regen und die Bar gleichzeitig beobachte und die laufend frisch gebackenen Kuchen aus der Küche kommen, überkommt mich plötzlich Kochweh. Nicht Heim- und auch nicht Fernweh, sondern einfach nur Lust auf Kochen.

cafe tati_bianca gusenbauer

Cafe Tati

In der Nacht träume ich sogar noch von einem Kuchenexperiment mit verschiedenen Teigen und daher bin ich gleich nach meinem Sprachkurs auf den Markt gefahren, um mir Fisch zu holen: eine große Goldbrasse. Nicht Kuchen, sondern Fisch will ich. Ja, und ich will ja nicht über die portugiesische Küche klagen, aber am liebsten esse ich doch mein eigenes Essen, das mit wesentlich mehr Hingabe gekocht wird, als in einer durchschnittlichen Cervejaria (= Wirtshaus). Um auf meinem Niveau essen zu können, müsste ich täglich viel Geld ausgeben ;-). Anita kann das bezeugen.

Goldbrasse mit frischem Estragon

goldbrasse_bianca gusenbauer

Zutaten

1 Goldbrasse ca. 400 g
3 Zweige Estragon
1 Zitrone
Fleur de Sel

Zubereitung

  1. Backofen auf 180° vorheizen.
  2. Goldbrasse 2-3 mal einschneiden und mit Estragon-Nadeln, Zitronensaft und Salz füllen und einreiben.
  3. In einer beschichteten Pfanne pro Seite ca. 2-3 Minuten anbraten.
  4. In eine Pfanne geben und im Backofen 20 Minuten braten lassen.
  5. Am besten mit Salat genießen.
  6. Alles ganz, ganz einfach und reduziert hier. Wichtig ist, dass man die Garzeit nicht übersieht, weil sich sonst die Gräten nur schwer entfernen lassen. Außerdem trocknet der Fisch aus.goldbrasse_bianca gusenbauer (2)
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  1. Pingback: Sodade. Die Sehnsucht. | gib bianca futter!

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