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Schweinefleischpyramide & junge Wilde in Shanghai

Verwirrend? Ich weiß. Wenn ich da bin, bin ich schon längst nicht mehr dort. 😉 Wie üblich, ein kleiner Rückblick auf meinen Körpergewichtszugewinn in Asien.

Was kann man in einer quasi Sehenswürdigkeiten-freien Shopping-Megacity, die sich unter einer Smogglocke befindet, unternehmen? Genau das frage ich mich, als ich mein erstes Wochenende in Schanghai verbringe. Einer Stadt, in der sich außer Essen und Shopping kaum Vergnügungsoptionen anbieten.

Shanghai by Night. Nicht so übel diese Ansicht.

Shanghai by Night. Nicht so übel diese Ansicht.

Tipp 1: Verlassen Sie diese Stadt! Gepaart mit einem ordentlichen Jetlag bietet sich also als erste Option das Verlassen der Stadt an. Ein Ausflug in das knapp 200 Kilometer entfernte Hangzhou dauert per Zug nur eine Stunde, wenn man denn tatsächlich ein Ticket ergattert und am Bahnhof, der gefühlt vier bis sechs Mal so groß ist wie der Wiener Flughafen, auch sein Gate findet.

Chinesische Idylle am See: Hangzhou

Chinesische Idylle am See: Hangzhou

Der Zug rast, ich dämmere im Jetlag und es ziehen sich wiederholende Häuserfronten an mir vorbei. Die Sicht ist schlecht und ich fühle mich permanent wie in der Filmkulisse von Dr. Schiwago. Auch beim Verlassen des Bahnhofs in Hangzhou trifft mich die Erkenntnis „Just more of the same“ und kurz bedauere ich meine Entscheidung, Shanghai überhaupt verlassen zu haben.

chinesische Freizeit-Snacks

chinesische Freizeit-Snacks

Aber Hangzhou hat tatsächlich einen See zu bieten, in dem Inseln idyllisch eingebettet  sind und zu denen ich gemeinsam mit einer Unmenge an Gleichgesinnten „hoppe“. Alleine ist man hier, außer am Klo, nirgends. Die Hauptattraktion für mich stellen daher die einheimischen Touristen dar, die sich ausgelassen amüsieren und mich schön langsam in China ankommen lassen.

Snacks am Stil! Total angesagt in China.

Snacks am Stil! Total angesagt in China

MMehr Fotos und Geschichten zu meinem durchaus kulinarisch spannenden Aufenthalt gibt es derzeit auf derstandard.at zu finden.

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3 Kommentare

  1. Shanghai ist eine super Stadt! Klassische Sehenswürdigkeiten gibt es wirklich sehr wenige, aber dafür ist es eine tolle Stadt um stundenlang einfach durch verschiedene Stadtviertel zu laufen und neue Ecken zu entdecken. Ich finde die Gegensätze immer faszinierend: Alte Lilong Anlagen aus den 30ern, Art Deco Bauten und dann die neuen Hochhäuser. Viele kleine Parks, Museen, Cafes, kleine Garküchen… ich könnte tagelang nichts anderes machen als einfach studenlang durch die Stadt spazieren. Hangzhou kenne ich nicht so gut (auch nur den Westsee), habe aber gehört, dass das Umland sehr schön sein muss. Und alleine ist man in China sowieso nirgends 😉

    • Danke für deinen Kommentar! Ja, auch ich habe mich an Shanghai gewöhnt. Wohnen oder Urlaub machen möchte ich dort nicht (mehr), da gibt es wirklich Menschenfreundlicheres. Ich habe wirklich sehr spannende Gespräche in Shanghai geführt und bin auch privat zum Kochen eingeladen gewesen und ich daher froh, dass ich nicht in Shanghai wohnen muss. Nach Shanghai waren Seoul und Tokyo wirklich entspannend. Der Bau- und Konsumwahn und das Angeberdasein von Shanghai sagt mir leider nicht zu. Die Garküchen schon, aber die will die Regierung ja ohnehin von der Straße verschwinden lassen.

      • Ja, es ist schade, dass da vieles einfach abgerissen und nicht – wie bspw. die Hutongs in Xi’an – saniert wird. Und ich gebe dir recht, Seoul ist vom ganzen Lebensgefühl her schon deutlich entspannter. Trotzdem mag ich auch gerade dieses quirlige, sich ständig verändernde in Shanghai sehr. Aber das ist eben auch Geschmackssache 😉

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