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Alltag in Lissabon.

Auch hier habe ich meine Routinen, denn sich jeden Tag neu zu erfinden, speziell in der Früh, ist mir zu anstrengend. Daher verlasse ich wochentags um 8:20 Uhr das Haus und um 8:29 Uhr nehme ich den Bus 736 von Cais do Sodre bis Piscoa, gehe von dort circa 4 Minuten zu Fuß direkt zu Felix ins Nortex (Ecke Rua Actor Taborda/Rua Engenheiro Vieira da Silva). Dort angekommen fragt er anstelle einer Begrüßung mit hochgezogenen Augenbrauen: „Um abatanado?“

Hausgraffiti in Lissabon

Hausgraffiti in Lissabon

Montag bis Freitag treffen sich hier um die gleiche Uhrzeit, die gleichen Leute. Die Köchinnen sind schon fleißig am Vorbereiten und ich schaue über die Theke den Damen dabei zu. Um 8:58 Uhr gehe ich in die Sprachschule, die sich gerade mal ums Eck befindet.

Jeden Tag um 10:30 Uhr machen wir für 30 Minuten Pause und ich gehe wieder zu Felix, trinke wieder einen Abatanado und kämpfe täglich mit mir, keines seiner süßen Teile zu essen. Fast täglich gibt es neue Mehlsnpeisen zu erfragen und Felix und seine Frau erklären geduldig. Fast täglich der gleiche Kurzdialog:

Felix: „Queres?“
Bianca: „Não, não posso!“
Felix: „Por que? Estás magra!“
Bianca: “Não, não é veradade! Quero almoçar. Que tiens hoje?”

Felix erklärt das Besteck auf Portugiesisch

Felix erklärt das Besteck auf Portugiesisch

Und hier kommt der wichtigste Teil des Vormittages: Felix erklärt die Mittagsmenüs. Das Nortex besticht nicht durch seine Gemütlichkeit, aber ist wirklich eine meiner großen Empfehlungen für ein Mittagsmenü! Auch die Pasteis de Bacalhau und die selbstgemachten Mehlspeisen sind lecker! Zusätzlich dazu, sind Felix & Familie wirklich sympathisch und unterhaltsam.

Also Felix erklärt und ich suche aus. Er merkt sich das und ich weiß schon eine Stunde vorher, was ich gleich zum Mittagessen bekommen werde. Heute gab es gegrillten Fisch um 5,20 EUR, meine kleine japanische Kollegin hat ihre große Hühnerportion und Robert(o) aus L.A. eine ganz weiche Schweinsstelze verzehrt und er schnurrt „Muito tender!“ Alles frisch zubereitet und so schmeckt es auch. Mittags stehen selbst im Regen die Gäste schlange – kein Wunder! Am besten um 12 Uhr pünktlich erscheinen!

Und wenn ich so schreibe, dann freue ich mich schon wieder auf meinen Alltag morgen!

Hausgraffiti in Lissabon

Hausgraffiti in Lissabon

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